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Wie wirken ätherische Öle?

Hopfen, Humulus lupulus

Wie wirken ätherische Öle?

Mandarinenbaum                                                                               Latschenkiefer

 Allgemeine Wirkungen Monoterpene:

 

körperlich:
- antiseptisch,
- bakterizid,
- antiviral,
- immunstimulierend,
- analgetisch,
- lokalanästhetisch,
- tonisierend,

 

psychisch:
- seelisch stärkend,
- konzentrationsfördernd,
- vitalisierend

 

Sie sind mit bis zu 95% die am häufigsten vorkommende Inhaltsstoffklasse

Melisse                                                                                                Zeder

Allgemeine Wirkungen der Sesquiterpene:

 

körperlich:
- antiphlogistisch, ‚
- antiinflammatorisch,
- antipyretisch
- hautregenerierend
- antiallergisch
- immunmodulatorisch
- antioxidativ
- bakterizid

 

psychisch:
- sedierend,
- beruhigend,
- psychisch stabilisierend

Allgemeine Wirkungen der meisten Nicht-Blütenöle

 

- antioxidativ

- antibakteriell

- antiviral

- fungizid

- insektizid, Insekten repellierend, anthelmintisch

Gegen Vielstoff-Systeme haben Mikroben praktisch keine Chance

 

Terpene und Alkohole:

greifen die Außenmembran von Bakterien und Kleinstlebewesen an -> verändern ihre Struktur

Keime können sich nicht mehr teilen.

 

Aldehyde Ketone:

greifen Rezeptoren der Außenmembran an und blockieren Informationsweitergabe.

 

Phenole

sprengen die Außenmembran (Zytoplasmamembran) der Mikroorganismen.

 

Ester

lösen Zellmembranen an, sie werden dünner und reißen dann leicht.

 

Oxide

dringen in das Zellinnere und zerstören/verletzen den Zellkern (Bsp. 1,8 Cineol).

 

Die antimikrobielle Wirkung eines etherischen Öls und seiner Mischungen ist immer eine Gesamtwirkung aller Bestandteile 

Wann welches ätherische Öl und wieviel?

Jedes ätherische Öl hat antibakterielle Eigenschaften. Sie wirken jedoch zumeist nur gegen bestimme Bakterien.

 

Ausnahmen:

Teebaum,

Manuka,

Lemongras, 

 

Sie wirken sehr breit gefächert.

 

Gute Wirksamkeit gegen z. B. MRSA (Multiresistente Staphylococcus aureus) und andere Keime zeigen z. B. v. a.:

- Thymian ct. thymol,

- Zimtrinde,

- Rosenholz,

- Bergbohnenkraut

- Oregano

 

Zur Bestimmung des/der besten ätherischen Öls sollte man ein Aromatogramm anfertigen lassen und die wirksame Minimalkonzentration in % bestimmen lassen (z. B. bei Laboklin oder Enterosan).

 

In der Regel kann man sich dann entsprechende Mischungen in der entsprechenden Konzentration in der Apotheke anmischen lassen (https://www.bahnhof-apotheke.de/). Die Menge pro Anwendung und die Häufigkeit der Anwendung hängen vom Anwendungsbereich ab.

Wirkungen auf den Körper / Organsysteme

 Ätherische Öle wirken auf den Körper und seine Organsysteme:

 

- analgetisch, spasmolytisch, Muskel relaxierend

- immunstimulierend, immunmodulierend

- Herz-Kreislauf anregend, gefäßerweiternd/-verengend, blutdrucksenkend/-steigernd

- mukolytisch, sekretolytisch, auswurffördernd

- appetitanregend, verdauungsfördernd und den Gallefluss fördernd

- diuretisch/aquaretisch

- milchflussfördernd/-hemmend, emmenagog, abortiv

- granulationsfördernd, epithelisierend, hyperämisierend, antiinflammatorisch, hämostyptisch, desodorierend

Wirkungen auf die Psysche

- aktivierend, stimulierend, tonisierend 

- antidepressiv, aufmunternd, euphorisierend

- beruhigend, schlaffördernd, entspannend

- aphrodisierend

- nervenstärkend, harmonisierend, anxiolytisch

Wie kann ich nun ätherische Öle sinnvoll einsetzen?

Lesen Sie weiter im dritten Teil, wenn es um ätherische Öle und das Riechen geht.