Pflanzenheilkunde für den Verdauungsapparat

Heilpflanzen, z.B. in Form von Tees oder Frischpflanzensäften, können bei Magen-Darm-Problemen die folgenden Aufgaben übernehmen:

 

  • Anregen der Verdauungssäfte und damit Unterstützung der Verdauung
  • Abschwellen der entzündeten Darmschleimhaut
  • Schutz der Magenschleimhaut (z.B. durch Leinsamenschleim)
  • Austreiben von Blähungen
  • Lösen von Magen-Darm-Krämpfen
  • Stärkung des Kreislaufs
  • Stopfen bei Durchfall
  • Unterstützung der Darmflora

 

TODO: Link auf Anwendungsgebiete Tier (Schonkost für Hund)

 

Unterstützend kann mit Schonkost gearbeitet werden, ggf. mit Zusätzen um den Elektrolytverlust auszugleichen (bei sehr wässrigen Durchfällen, siehe z.B. Rezept für Elektrolytlösung) oder mit Flohsamen, Heil-/Mineralerde oder Huminsäure zur Entgiftung.

 

Als Schonkost kann als Kohlehydratquelle z.B. klebrig kochender Reis gegeben werden (mit mindestens der 1,5-fachen Menge Wasser gekocht) oder mehlig kochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln (mindestens 1,5 Stunden gekocht). Die  Inulin-haltige Sprossknolle Topinambur[1] liefert ebenfalls Kohlehydrate und stärkt zusätzlich die Darmflora. Vor allem bei bakteriell bedingtem Durchfall ist Moro'sche Karottensuppe zu empfehlen.

 

Als schonende Proteinquelle bietet fettarmes Fleisch in kleinen Mengen an. Falls keine Allergien bestehen ist fettarmes Hühnerfleisch am besten geeignet.

 

 

Blogartikel zu Magen-Darm-Problemen

Wiesen-Schafgarbe-Rezepte

Wirkung des Wiesen-Schafgarbe

Die Schafgarbe wirkt leberschützend und regt die Produktion von Gallensäften an, wirkt antibakteriell, zusammenziehend und krampflösend.

Innerlich kann sie zur Behandlung von Magen-/Darmbeschwerden und Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden.

Äußerlich kann sie bei Menstruationsbeschwerden in Form von heißen Bädern helfen. In Form von Umschlägen ist sie zur Behandlung von kleineren Wunden und Entzündungen der Haut und Schleimhäute geeignet.

 

 

Weitere Details zur Wirkungsweise der Wiesen-Schafgarbe finden Sie im entsprechenden Pflanzenporträt.

 

 

Rezepte

 

Tee
Aus dem Kraut der Wiesen-Schafgarbe:

2-4g Droge auf 250ml kochendes Wasser, 3-4 x tgl. zwischen den Mahlzeiten

 

Aus der Blüte der Wiesen-Schafbarbe:

1,5- 2g Droge auf 250ml kochendes Wasser, 2 x tgl. zwischen den Mahlzeiten
 

Tinktur
Kleingehacktes Kraut + Blüten mit mind. 40%igem Alkohol (z. B Wodka, Korn) übergießen. Die Pflanzenteile müssen gut mit Alkohol überdeckt sein.

 


Edler Blüten-Sirup
Blütenschirmchen mit möglichst wenig Stängel sammeln – evtl. noch andere Blüten hinzufügen -, in den Topf geben und mit 1 kg Zucker und 1Liter Wasser auffüllen. Das ganze 5 Minuten köcheln lassen, dann den Saft von 2 Zitronen hinzugeben und abkühlen lassen. Die Blüten abgiessen und den Sirup nochmal aufkochen und in „sterile“ Flaschen abfüllen.

 

Vom Sirup reicht 1 EL um ein Glas Tee/Saft/Wasser oder Sekt zu verfeinern.

 


Wildkräutersalat /-Suppe /-Quark u. v. m.
Junge Blättchen können im Wildkräutersalat mitverwendet werden. Sie können gleichwohl in Eier- und Quarkspeisen, Kräuterquark sowie in Kräutersaucen der Saison eingearbeitet werden. Auch Öl oder Essig kann geschmacklich verfeinert werden.

Traditionell ist die Schafgabe – neben Beifuß, Brennnessel, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Gundelrebe, Löwenzahn, Spitz-Wegerich und Wiesenkerbel –  in der „Gründonnerstagsuppe“ bzw. „Neunkräutersuppe“ enthalten. Blüten können dekorativ über die Suppe gestreut werden.

Frische Stängel können auf die glühende Grillkohle gegeben werden und erzeugen einen aromatisch duftenden Rauch, der zum einen den Appetit beflügelt und dem Grillgut eine zusätzliche würzige Note verleiht.

mehr lesen

Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium L.)

mehr lesen

Salbei - Ein Kurzportrait

Pflanzengestalt
Der Salbei ist ein ausdauernder ca. 50-70cm hoher, in der Basis verholzender, immergrüner, grundsätzlich winterharter Halbstrauch.

 

Die Blätter sind bis 10 cm lang, sie sind länglich bis eiförmig und lang gestielt. Die Blätter sind am Rand fein gekerbt und auf beiden Blattseiten graufilzig behaart. Einzelne Blätter besitzen am Grunde der Blattspreite meist beidseitig einen kleinen Auswuchs – man sagt auch sie sind „geöhrt“-.

 

Der Salbei riecht sehr würzig und krautig und hat einen sehr intensiven, durchdringenden herb-würzigen bis leicht bitteren und/oder scharfen Geschmack.

 

 

Nutzung
Es werden die (meist) getrockneten Blätter verwendet. Alternativ wird auch das ätherische Öl des Salbei genutzt, das mittels Wasserdampfdestillation aus den oberirdischen Teilen gewonnen wird.

                                                                                                                

mehr lesen

Der Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)

mehr lesen

Der Baldrian (Valeriana officinalis)

mehr lesen