Fette Öle: Hanföl

Hanföl fette Öle Entzündungshemmung antioxidativ Blutgerinnung Epilepsie

Kurzvorstellung

Hanföl wirkt entzündungshemmend und antioxidativ.

 

Innerlich angewendet vermindert es die Gerinnungshemmung des Bluts, reduziert zu hohe Cholesterinwerte und stärkt die Zellmembranen.

 

Außerdem wirkt es krampflösend bei epileptischen Anfällen.

 Eigenschaften des Hanföls

Eigenschaft Hanf  
Vorkommen
  • Älteste Kulturpflanze der Welt.
  • Ursprünglich aus Zentralasien, heute Kultivierung in den verschiedensten Weltklimazonen
Anbau
  • In Europa existieren Züchtungen deren Samen und damit auch das Öl praktisch frei sind von der Rauschdroge THC.
  • Dies ist für die Herstellung von THC-freien Hanf-Produkten von Vorteil, da Blätter und Fruchtblätter der weiblichen Samen THC-haltiges Harz absondern, von dem geringe Spuren an den Samen hängen können.
Ölgewinnung
  • Schonende Kaltpressung (max. 40°C) aus den Samen (Nüsschen).
Geruch, Geschmack, Charakter, Farbe
  • Würzig, nussig – krautig,
  • Halb trocknend
  • Iodzahl 143-167 
  • Gelblich-grünlich
Haltbarkeit
  • Kühl und verschlossen max. 9 Monate.
  • Wird an der Luft relativ schnell ranzig.
  • Kaltgepresstes Öl verträgt Hitze nicht.
Herstellung
  • Industrieller Hanfanbau im Regelfall zur Gewinnung von Hanffasern.
  • Samen - und damit Hanföl - sind ein Nebenprodukt.
  • Zur Gewinnung des Öls ist die Pressung in einer Ölmühle erforderlich.
Anwendung
  • äußerlich und innerlich
Linolsäure Gamma-Linolensäure Aminosäuren Muskelaufbau

Fettsäurespektrum

Das aus den Samen der Hanfpflanze gewonnene fette Öl enthält ein sehr gutes Spektrum von Fettsäuren:

Gutes Öl und gutes Eiweiß
Während tierische Eiweißquellen „vollwertiges“ Protein enthalten, sind pflanzliche Quellen häufig im Aminosäurespektrum nicht ganz ausgeglichen: Bohnen enthalten z.B. zu wenig Methionin, Mais zu wenig Lysin. Hanfsamen-Proteine hingegen sind tierischem Protein schon sehr nah, alle neun lebenswichtigen Aminosäuren und auch die semiessenziellen Aminosäuren sind im optimalem Verhältnis enthalten. Die enhaltenen Proteine sind leicht verdaulich und beliebt bei Bodybuildern, da ihnen positive Effekte im Rahmen von Muskelaufbau und -erhaltung nachgesagt werden.

 

Hanf Entzündungshemmung Blutgerinnung Cholesterin Epilepsie

Wirkungen

  • Hemmung der Entzündungsneigung.
  • Verminderte Gerinnungsneigung im Blut.
  • Reduktion von hohen Cholesterinwerten.
  • Antioxidative Eigenschaften.
  • Stärkung der Zellmembranen.
  • Krampflösend bei epileptischen Anfällen.

 

Entzündungshemmung
Während aus Linolsäure mehr entzündliche Botenstoffe (Serie-2- Prostaglandine) hergestellt werden, liefert alfa-Linolensäure den Grundstoff für antientzündliche Botenstoffe (Serie-1 und 3 Prostaglandine). Für einen ausgeglichenen Stoffwechsel sind daher beide Varianten notwendig. 

In tierischen Quellen und vielen anderen pflanzlichen Ölen sind die Omega-3-Varianten zu knapp bemessen. Wie Fischöl, Leinöl, Perillaöl und Rapsöl ist daher Hanföl ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Hanföl enthält daneben noch Spuren anderer Verbindungen wie Terpene, Canabidiol und Salicylate, die zusätzlich das Entzündungsgeschehen beruhigen.

 

Canine Atopische Dermatitis Hund Hautprobleme allergische Hauterkrankung

Einsatz bei der Caninen Atopischen Dermatitis
Durch die im Hanföl enthaltenen essentiellen Fettsäuren eignet sich das Öl zur unterstützenden Behandlung der Atopischen Dermatitis (AD) bei Hunden.

 

AD ist eine bei Hunden häufig vorkommende allergische Hauterkrankung, bei der die Hautbarriere einen verringerten Lipidgehalt aufweist. Dies wird als Ursache für eine gestörte Hautbarriere gesehen und kann mittels der in Hanföl vorhandenen Fettsäuren verbessert werden.

 

Hanföl ermöglicht zusätzlich einen Eingriff in die Entzündungsmediatoren und eine Beeinflussung der Prostaglandine, die Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen hervorrufen und ggf. Fieber verursachen. Durch die Gabe von essentiellen Fettsäuren wird die Synthese der Serie 1 und 3 Eicosanoide (antiinflammatorisch) angeregt, wohingegen die Synthese der Serie 2 Eicosanoide (proinflammatorisch) gehemmt wird.

 

Ein weiterer Effekt des Hanföls im Zusammenhang mit der Atopen Dermatitis ist eine Immunmodulation, durch die allergische Reaktionen reduziert werden können.

Die in diesem Blog vorgestellten Hausmittel und Rezepte können Weg zum Arzt oder Tierarzt nicht ersetzen. Siehe Haftungsausschluss.