Birke (Betula pendula und Betula pubescens)

Heilpflanze Birke Betula Flavonoide Gerbstoffe ätherisches Öl harntreibend blutreinigend Harnwege Blasengrieß Entgiftung rheumatische Arthritis Haut
Ein Klick auf das Bild führt zur Übersicht über die Wirkstoffgruppen.

Die Blätter und Knospen der Birke enthalten Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle. Außerdem sind sie reich an Kalzium, Kalium und Vitamin C.

 

In Form von Tees und Frischpflanzenpresssäfte wirkt die Birke harntreibend und blutreinigend. Sie hilft bei Infektionen der Harnwege und bei kleinen Blasensteinen bzw. Blasengrieß, oft in Kombination mit dem Löwenzahn oder der Brennnessel.

 

Wegen ihrer entgiftenden Wirkung wird die Birke auch bei rheumatischer Arthritis und bei chronischen Hautleiden eingesetzt.

 

Kommission E:   positive Bewertung
ESCOP:                positive Bewertung
HMPC:                als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft.

 

 

 

Blogartikel zur Birke

Wirkung von Antibiotika im Vergleich zur Wirkung von Naturstoffen

Antibiotika (anti = gegen; bios = Leben) …gegen das Leben gerichtet…

 

Um einen Überblick zu bekommen, wie Antibiotika gegen Bakterien wirken, ist es sinnvoll sich ein Bakterium schematisch zu betrachten. Wobei für die Wirkung der Antibiotika die folgenden Strukturen von wesentlicher Bedeutung sind:

  •  Zellmembran
  •  Zellwand
  •  Folsäure Synthese
  •  DNA
  •  RNA
  •  Proteine

Je nach dem an welcher Stelle ein Antibiotikum angreift, wirkt dieses entweder bakterizid (Bakterien abtötend) oder aber bakteriostatisch (wachstumshemmend).

 

Wie wehren sich Bakterien gegen die angewendeten Antibiotika?

Bakterien können durch z. B. Genmutation Veränderungen erfahren, die Sie für bestimmte Antibiotika unangreifbar machen. Diese Veränderung können Sie an Ihre Vermehrungs-produkte oder aber auch an andere Mikroorganismen weitergeben.  Die Konjugation ist ein Beispiel für Parasexualität, die bei Bakterien auch weit über ihre Artgrenzen hinweg möglich ist. Sogenannte Gram negative Bakterien, die sich als Spender eignen sind in der Lage einen sogenannten Sexpilus auszubilden. Eine fadenförmige Struktur (Plasmabrücke), die eine Annäherung zweier Bakterien (Spender und Empfänger) ermöglicht, wodurch zwischen diesen beiden genetische Informationen ausgetauscht werden können. Im Ergebnis wird der Empfänger zu einem weiteren möglichen Spender. Antibiotikaresistenzen können sich auf diese Weise rasant vermehren.

Bekannte Resistenzmechanismen können z. B.  Änderungen der Zellmembran oder Zellwandstruktur sein oder aber der Erwerb von Membrantransportern, die in der Lage sind eingedrungene Antibiotika direkt wieder aus der Zelle aus zu schleusen. Manch ein Bakterium erwirbt die Fähigkeit ein Enzym zu bilden, dass das Antibiotikum außer Funktion setzt.

Außerdem bilden Bakterien sogenannte „Biofilme“ aus. Eine Vielzahl von durchaus ganz verschiedenen Bakterien lagern sich eng zusammen und bilden gemeinsam die „extrazelluläre Matrix“ aus, in die eingebettet, sie sicher vor den Antibiotika sind, da die Antibiotika nicht in der Lage sind diese Matrix zu durchdringen und an den entsprechenden Stellen im/am Bakterium anzugreifen. Diese Biofilme eignen sich auch hervorragend zu Parasexuellen Aktivitäten. Innerhalb kürzester Zeit können unterschiedlichste Bakterienarten mit neuen Resistenzgenen ausgestattet werden.

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