Schafgarbe (Achillea millefolium)

Heilpflanze Schafgarbe Achillea millefolium ätherisches Öl Bitterstoffe leberschützend Gallensäfte Magen-Darm krampflösend Menstruationsbeschwerden
Ein Klick auf das Bild führt zur Übersicht über die Wirkstoffgruppen.

Die Schafgarbe enthält ätherische Öle, Flavonoide und Bitterstoffe. Sie wirkt leberschützend und regt die Produktion von Gallensäften an, wirkt antibakteriell, zusammenziehend und krampflösend.

 

Innerlich kann sie zur Behandlung von Magen-/Darmbeschwerden und Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden. Äußerlich hilft sie bei Menstruationsbeschwerden in Form von heißen Bädern. In Form von Umschlägen ist sie zur Behandlung von kleineren Wunden und Entzündungen der Haut und Schleimhäute geeignet.

 

Kommission E:  positive Bewertung
ESCOP:               positive Bewertung
HMPC:                als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft.

Blogartikel zur Schafgarbe

Wiesen-Schafgarbe-Rezepte

Wirkung des Wiesen-Schafgarbe

Die Schafgarbe wirkt leberschützend und regt die Produktion von Gallensäften an, wirkt antibakteriell, zusammenziehend und krampflösend.

Innerlich kann sie zur Behandlung von Magen-/Darmbeschwerden und Menstruationsbeschwerden eingesetzt werden.

Äußerlich kann sie bei Menstruationsbeschwerden in Form von heißen Bädern helfen. In Form von Umschlägen ist sie zur Behandlung von kleineren Wunden und Entzündungen der Haut und Schleimhäute geeignet.

 

 

Weitere Details zur Wirkungsweise der Wiesen-Schafgarbe finden Sie im entsprechenden Pflanzenporträt.

 

 

Rezepte

 

Tee
Aus dem Kraut der Wiesen-Schafgarbe:

2-4g Droge auf 250ml kochendes Wasser, 3-4 x tgl. zwischen den Mahlzeiten

 

Aus der Blüte der Wiesen-Schafbarbe:

1,5- 2g Droge auf 250ml kochendes Wasser, 2 x tgl. zwischen den Mahlzeiten
 

Tinktur
Kleingehacktes Kraut + Blüten mit mind. 40%igem Alkohol (z. B Wodka, Korn) übergießen. Die Pflanzenteile müssen gut mit Alkohol überdeckt sein.

 


Edler Blüten-Sirup
Blütenschirmchen mit möglichst wenig Stängel sammeln – evtl. noch andere Blüten hinzufügen -, in den Topf geben und mit 1 kg Zucker und 1Liter Wasser auffüllen. Das ganze 5 Minuten köcheln lassen, dann den Saft von 2 Zitronen hinzugeben und abkühlen lassen. Die Blüten abgiessen und den Sirup nochmal aufkochen und in „sterile“ Flaschen abfüllen.

 

Vom Sirup reicht 1 EL um ein Glas Tee/Saft/Wasser oder Sekt zu verfeinern.

 


Wildkräutersalat /-Suppe /-Quark u. v. m.
Junge Blättchen können im Wildkräutersalat mitverwendet werden. Sie können gleichwohl in Eier- und Quarkspeisen, Kräuterquark sowie in Kräutersaucen der Saison eingearbeitet werden. Auch Öl oder Essig kann geschmacklich verfeinert werden.

Traditionell ist die Schafgabe – neben Beifuß, Brennnessel, Brunnenkresse, Gänseblümchen, Gundelrebe, Löwenzahn, Spitz-Wegerich und Wiesenkerbel –  in der „Gründonnerstagsuppe“ bzw. „Neunkräutersuppe“ enthalten. Blüten können dekorativ über die Suppe gestreut werden.

Frische Stängel können auf die glühende Grillkohle gegeben werden und erzeugen einen aromatisch duftenden Rauch, der zum einen den Appetit beflügelt und dem Grillgut eine zusätzliche würzige Note verleiht.

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Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium L.)

Kurzvorstellung

Die Schafgarbe wirkt unter anderem leberschützend, entzündungshemmend und kramflösend. Sie wird innerlich bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt und bei Menstruationsbeschwerden und äußerlich zur Behandlung kleinerer Wunden eingesetzt.

 

 

Wissenswertes
Die Wiesen-Schafgarbe kommt mit Kälte gut zurecht, kann auch Dürre mal vertragen, mag es feucht aber keine dauerhaft „nassen Füße“, kann auch Halbschatten vertragen. Die Artengruppe Achillea millefolium L. umfasst 8 Kleinarten die untereinander nicht selten hybridisieren und somit nur schwer voneinander zu unterscheiden sind. 
Millefolium heißt Sie, da die Anzahl der kleinsten Blättchen eines Blattes einige Hundert betragen kann.
Sie ist bei Tagfaltern sehr beliebt und wird auch von vielen Wildbienen als Nektar- und Pollenquelle sehr geschätzt. Selbst Käfer nähren sich an ihrem Pollen und fressen Teile der Blüte.
Als Heilpflanze dient nur A. millefolium L., nicht aber die kultivierten Zuchtformen, da die Inhaltsstoffe nicht die identisch sind.

In der Antike war das Kraut ein wichtiges Mittel um die Verletzungen der Krieger zu versorgen (Blutungen zu stillen und die Wundheilung zu forcieren). Der Sage nach soll der Held Achilles im trojanischen Krieg dem verletzten König Telephus auf diese Weise das Leben gerettet haben. So wurde er zum Namensgeber der Pflanze (Achilles – Achillea)

Ernte und Lagerung

Ältere Pflanzen lassen sich bequem durch Stockteilung oder Ausläuferstecklinge vermehren. Sie blüht mehr, wenn der Boden um sie herum „locker ist“. Steht sie zu dicht, dann blüht sich nicht. Zu viel Wasser – Staunässe – erhöht die Gefahr von Fäulnis.
Geerntet wird das Kraut, wenn rund die Hälfte der Pflanzen in Blüte steht. Ab dem Zweiten Kulturjahr kann man auch 2 mal im Jahr – Juni/Juli und August/Oktober – geerntet werden. Nach der Ernte werden die Stängel auf 10 cm eingekürzt.

 

 

Pflanzenheilkunde (traditionelle und volkstümliche Anwendung)
Die Schafgarbe ist eine Heilpflanze mit sehr langer medizinischer Anwendung (mind. seit dem Altertum). Einsatzgebiete von Tee und Tinktur aus Kraut und Blüten sind unspezifische Magen-Darmerkrankungen (auch Dyspepsie u. Durchfall), Leber- und Gallestörungen, Beschwerden im Bereich der ableitenden Harnwege, bei Menstruationsbeschwerden, entzündlichen Hauterkrankungen (z. B. Schürf- u. Schnittwunde) sowie bei Blutergüssen. Sie kann gut als Sitzbad bei Anal- und Hämorrhoidalerkrankungen eingesetzt werden. Frisch zerquetschte Blätter eignen sich zur Wundauflage oberflächlicher Verletzungen. Sie hilft Blutungen zu stillen.

 

Pharmakologische Wirkungen und Wirksamkeit

Sie wirkt antioxidativ, entzündungshemmend, adstringierend (zusammenziehend), leberschützend und choleretisch (den Gallenfluss fördernd) sowie mild spasmolytisch (krampflösend). Zudem wird ihr eine gewisse antimikrobielle Wirkung zugeschrieben.

 

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